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05.01.2018

Daheim wollen weniger Leute mitreden

Finanzen Politiker hantieren täglich mit Millionenbeträgen. Wie gehen sie privat mit Geld um? Zwei Kirchheimer antworten.

Kirchheim/Stuttgart. Wer mit dem Geld der deutschen Steuerzahler haushalten muss, braucht besondere Sorgfalt und oft viel Geduld. In endlos lang erscheinenden Debatten entscheiden Finanzexperten aus Städten, Land und Bund oft über große Beträge. Wesentlich leichter fallen den Volksvertretern offenbar die Geldfragen im privaten Haushalt.

Karl Zimmermann aus Kirchheim ist Landtagsabgeordneter der CDU. Er war beispielsweise maßgeblich an der Vergabe der Finanzierungszuschüsse des Baden-Württembergischen Landtages für das neue Musikzentrum in Plochingen beteiligt. Ungefähr 18 Millionen Euro werden dabei zugunsten der Blasmusik ausgegeben. Privat gibt es beim Christdemokraten eine „klare Aufgabenteilung“, wie er sagt: „Meine Frau ist für die Euros zuständig und ich für die Cent.“ Ähnlich verhalte es sich beim bargeldlosen Zahlen: Da habe die Frau die Scheckkarte, während er die Kontoauszüge bekomme, sagt der Abgeordnete augenzwinkernd. Auf eines muss der Landtagsabgeordnete aber auch privat nicht verzichten: Finanzielle Entscheidungen enden oft in Diskussionen: Zu Hause würden diese aber wesentlich kürzer ausfallen. Die Entscheidung, wo er lieber mit Geld umgeht, fällt Zimmermann leicht: In der Familie, da wollen weniger Leute mitdiskutieren.

Nicht immer grün ist sich Andreas Schwarz, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag, bei den heimischen Finanzen. Vor allem, wenn es darum geht, die sportlichen Aktivitäten zu fördern. „Wenn es nach mir ginge, würde ich mir am liebsten alle zwei Jahre ein neues Rennrad kaufen, um damit über das Stilfser Joch zu fahren. Aber klar, jetzt steht erst mal das neue Fahrrad für meine Tochter im Vordergrund.“ Schneller einig ist man sich im Familienkreis bei den gemeinsamen Besuchen auf dem Markt: „Am Wochenende gehe ich gemeinsam mit meiner Familie einkaufen. Wir legen Wert auf gute und gesunde sowie regionale Lebensmittel.“ Die regionale Bio-Gemüsekiste sei bei ihnen der Renner. Der sorgsame Umgang mit Geld liegt dem Politiker im Blut. „Ich achte von Haus aus darauf - zu Hause und in der Politik - sparsam und wirtschaftlich zu handeln. Das vorhandene Geld muss gerecht und sinnvoll ausgegeben werden.“ Thomas Krytzner

 
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