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04.10.2018

Zimmermann fordert Gleichstellung aller europäischen Hersteller

Der Kirchheimer CDU-Landtagsabgeordnete Karl Zimmermann ärgert sich. Der Diesel-Gipfel habe keine Klarheit geschaffen. Auf europäischer Ebene fordert er eine Gleichbehandlung aller Hersteller. Bisher seien nur die deutschen Hersteller im Visier.

„Trotz Diesel-Gipfel herrscht Unklarheit“, so lautet das Resümee von Karl Zimmermann. „Es beginnt damit, dass hinter der Windschutzscheibe eine grüne Plakette aufgeklebt ist und dort eine 4 steht, obwohl es sich um einen  Euro-5- oder Euro-6-Motor handelt.“ Wer nun genau wissen will, was für ein Fahrzeug er tatsächlich besitzt, findet dies im Kfz-Schein unter Ziffer 14 oder in dem EU-Papier. Dort sind alle Werte und insbesondere der Schadstoffausstoss vermerkt. Zimmermann fordert deshalb dringend Klarheit durch eine aussagekräftige Plakette.

Fahrzeuge bis inklusive Euro 3 müssen nach den aktuellen Regeln nach Inzahlungnahme entsorgt werden. Der Inzahlungnahme-Bonus je Hersteller variiert aktuell zwischen 2000 und 6000 Euro. Für Zimmermann ist das aber kein Bonus, sondern ein Ausgleich des verminderten Marktwertes, „also ein Trostpflaster“. Wer Euro 4 und 5 Fahrzeuge nachrüsten läßt, sollte zuvor wissen, dass er mit einem Kraftstoffmehrverbrauch rechnen muss.

Darüber hinaus müsse europaweit gleiches Recht für alle herrschen, so Zimmermann. „Ich bin schon verwundert, dass auch Jahre nach Aufdeckung des sogenannten Dieselskandals immer nur die deutschen Automobilhersteller sogenannte schmutzige Diesel und sogenannte Betrugssoftware benutzen. Es wird der Anschein erweckt, dass ausländische Automarken nur saubere Motoren verwenden.“ Wenn es tatsächlich nur um die Gesundheit der Menschen gehe, so sei die aktuelle Vorgehensweise und Debatte trügerisch, benachteilige deutsche Autohersteller und gefährde deutsche Arbeitsplätze.

Mit einer neuen EU-Verordnung hat das Kraftfahrt-Bundesamt zwar ab September 2020 die Möglichkeit, Rückrufe für Fahrzeuge auszusprechen, für die es keine Typgenehmigung erteilt hat. Aber für Zimmermann kommt das zu spät: "es kann doch nicht sein, dass wir Wettbewerbsverzerrungen zum Nachteil deutscher Hersteller noch weitere zwei Jahre tolerieren.“

 
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© Karl Zimmermann MdL 2018