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09.10.2018

Zimmermann fordert Grunderwerbsteuerbefreiung

Ersterwerb einer eigengenutzten Immobilie soll steuerfrei bleiben

Der CDU-Landtagsabgeordnete möchte den Kauf einer ersten Immobilie für alle Baden-Württemberger von der Grunderwerbsteuer befreien. Voraussetzung: die Immobilie muss auch selbst genutzt werden. „Das macht im Hinblick auf Familienförderung und Altersvorsorge Sinn“, so Zimmermann.

Bei einem Kreisparteitag in der kommenden Woche möchte Zimmermann auch seine Partei von dieser Idee überzeugen. In einem ersten Votum hatte er im Kreisvorstand dafür schon Rückendeckung bekommen. Nun möchte er auch noch die Basis mitnehmen. Die Gründe seiner Forderung liegen für ihn auf der Hand: „Immobilienerwerb verbessert nicht nur die Rahmenbedingungen für die junge Familie, sondern ist auch ein wichtiger Baustein in der Altersvorsorge. Deshalb sollte grundsätzlich der Ersterwerb einer selbstgenutzten Immobilie von der Grundsteuer befreit werden.

Die Immobilienpreise sind in den zurückliegenden Jahren massiv gestiegen. Neben der hohen Nachfrage am Markt hat auch die Erhöhung der Grunderwerbsteuer durch die damalige Landesregierung im Jahr 2011 von 3,5 auf 5 Prozent einen Beitrag dazu geleistet. Für den Endverbraucher, der zum Beispiel eine Eigentumswohnung erwirbt, wirkt diese Steuererhöhung oft mehrfach, denn die Grunderwerbsteuer fällt bei jedem Kaufvorgang an. Das können durchaus bis zu drei Vorgänge sein (Grundstücksbesitzer an Stadt, siehe ehemaliges EZA-Areal, – Stadt an Bauträger – Bauträger an Wohnungseigentümer).

Zu dem Aufwand für die Grunderwerbsteuer fallen noch weitere erwerbsbedingte Nebenkosten an (Maklerprovision, Notargebühren, Grundbucheintragungen). In der Summe machen diese ca. 12 Prozent vom Immobilienpreis aus. Diese Aufwendungen stehen für die eigentlichen Finanzierung der Immobilie nicht mehr zur Verfügung. Die Folge: das erforderliche Eigenkapital schwindet. Gerade junge Familien, aber auch ältere Menschen, die in eine altersgerechte Immobilie umziehen wollen, tun sich deshalb immer schwerer, tragfähige Finanzierungen zu realisieren. Hinzu komme die fehlende steuerliche Absetzbarkeit der Grunderwerbsteuer in der Einkommensteuererklärung, so Zimmermann.

Beim Kauf einer 400.000 Euro teuren Immobilie beispielsweise werden nahezu 50.000 Euro Mehrkosten benötigt, rechnet Zimmermann vor. Gehe man von einem Eigenkapitalanteil von 25 Prozent aus, müssten die Erwerber also bereits 150.000 Euro auf der hohen Kante haben. Durch eine Grunderwerbsteuerbefreiung würde dieser Betrag im Beispiel um 20.000 Euro reduziert.

 
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© Karl Zimmermann MdL 2018